Datenschutz und Datensicherheit

Beim neuen Mobilfunkstandard 5G haben viele Bürgerinnen und Bürger Bedenken: Kann jemand mithören? Oder mitlesen? Wie steht es um den Datensicherheit? Und wie um die mobile Sicherheit? Die Antworten geben Anlass zur Gelassenheit.

Schnelle Daten, laxer Schutz? Das ist bei 5G nicht der Fall. Die Standards für den Datenschutz sind im Mobilfunk der fünften Generation besonders hoch. Darüber wachen gleich mehrere Behörden des Bundes.

Die Sicherheitskriterien beim 5G-Mobilfunk sind deutlich strenger formuliert, als es noch bei 3G und 4G der Fall war. In Deutschland hat die Bundesnetzagentur in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowie dem Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) Anforderungen an die 5G-Datensicherheit definiert.

Behörden wachen über die Datensicherheit

So müssen unter anderem kritische Komponenten zertifiziert sein und Hersteller sowie Lieferanten müssen eine Vertrauenswürdigkeitserklärung vorlegen. Mobilfunkanbieter sollen außerdem sogenannte Monokulturen vermeiden. Das heißt, es braucht Komponenten von mindestens zwei Herstellern, um das Risiko von Ausfällen zu minimieren. All das hat die Bundesnetzagentur fortlaufend im Blick ¬– sie ist in Deutschland die Aufsichtsbehörde im Bereich der Telekommunikation.

5G und Privatsphäre: Diese Regeln schützen Ihre Daten

Die Sicherheit unserer Daten ist ein wichtiges Thema. Datenlecks und Hacker-Attacken heizen die Debatte immer wieder an. Bürgerinnen und Bürger fragen sich zu Recht: Wie werden Datenschutz, Schutz der Privatsphäre und Datensicherheit gewährleistet, wenn ihre Daten mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G noch schneller unterwegs sind?

Mehr erfahren

Auch auf europäischer Ebene wird Cybersicherheit großgeschrieben. Auf Empfehlung der EU-Kommission vom 26. März 2019 führten die Mitgliedsstaaten eine Risikobewertung der 5G-Netzsicherheit durch. Anschließend einigten sie sich darauf, die Anforderungen an die Cybersicherheit zu erhöhen.

Datenschutz greift natürlich auch im 5G-Zeitalter

Bürgerinnen und Bürger müssen einwilligen, wenn es um die Verarbeitung ihrer Daten geht. Das betrifft personenbezogene Daten sowie andere Arten von Informationen – natürlich auch, wenn sie über 5G-Mobilfunk übermittelt werden. Die Einwilligung richtet sich nach den Vorgaben der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Sie ist nur wirksam, wenn Nutzerinnen und Nutzer für jeden bestimmten Fall freiwillig und aktiv zu verstehen geben, dass sie mit der Verarbeitung ihrer Daten einverstanden sind.

Schnell und sicher: wie Datensicherheit bei 5G praktisch funktioniert

Der neue 5G-Standard wird die Gesellschaft weiter vernetzen und Daten nahezu in Echtzeit verfügbar machen. Informationen wandern dabei in die „Datenwolke" – und werden überall sofort abrufbar sein. Ebenso wichtig wie Geschwindigkeit ist die Sicherheit. Deshalb gibt es bei 5G viele Maßnahmen und klar definierte Standards, die insbesondere die Daten sichern.

Mehr erfahren

Um die Sicherheit der übermittelten Daten zu gewährleisten, kommunizieren Smartphones im 5G-Netz verschlüsselt. Die Teilnehmerkennung des Smartphones wird anonym gesendet und kann von herkömmlichen Systemen nicht abgefangen werden. Das schützt Nutzerinnen und Nutzer, denn ihre Position und ihre Nachrichten sind vor unbefugten Zugriffen geschützt.

Campusnetze gewähren Unternehmen die Hoheit über ihre Daten

Unternehmen können die Hoheit über ihre Daten im 5G-Zeitalter sogar noch verstärken. Sie können eigene 5G-Netze einrichten, sogenannte Campusnetze. In diesen privaten Umgebungen sind die Daten von Unternehmen und Hochschulen besonders gut geschützt. Der Zugriff auf das Campusnetz ist lokal begrenzt, es ist nicht öffentlich zugänglich.

Stellen Sie eine Frage oder sagen Sie uns Ihre Meinung

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Lassen Sie es uns wissen. Schreiben Sie unseren Expertinnen und Experten oder tauschen Sie sich mit anderen aus.

Zum Online-Dialog