5G und Umwelt

Wie gelingt der 5G-Betrieb ohne Umweltbelastungen? Unter anderem mit Schonung der Ressourcen. Doch das ist nicht alles, um Natur und Mensch zu schützen. Erfahren Sie jetzt mehr in unseren Beiträgen zum Thema.

Besserer Empfang und mehr Klimaschutz: Diese beiden Ziele sind keine Widersprüche. Der Ausbau von 5G geschieht im Einklang mit der Umwelt. Der Mobilfunk wird besser – der Schutz von Tieren und Pflanzen jedoch nicht schlechter.

Der Einfluss von 5G auf die Natur wird erforscht

Mit der 5G-Technologie entwickelt sich der Mobilfunk weiter. Doch eine wissenschaftliche Erkenntnis bleibt bestehen: Forschende haben keine Schäden für die Umwelt durch Mobilfunkstrahlung nachgewiesen. Wissenschaft hört jedoch niemals auf – Forschende untersuchen deshalb weiter die möglichen Auswirkungen von 5G auf Pflanzen und Tiere.

Welchen Einfluss hat 5G auf unsere Umwelt?

Tiere, Insekten, Pflanzen: Zu den Auswirkungen der Mobilfunkstrahlung auf die Umwelt gibt es seit Jahren Beobachtungshinweise und Forschungsaktivitäten. Der Umfang dieser Forschung ist allerdings geringer und nicht vergleichbar mit der intensiven Forschung in Bezug auf Wirkungen bei Menschen. Gehen mit der fünften Mobilfunkgeneration trotzdem stärkere Umweltbelastungen einher?

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Der Mobilfunk nutzt hochfrequente elektromagnetische Felder (EMF) zur Datenübertragung. Diese werden streng reguliert und regelmäßig gemessen. Hochfrequente Felder haben eine einzige nachgewiesene Wirkung auf Organismen: die Erwärmung, oft als „thermische Wirkung“ bezeichnet. Die Stärke der Felder von Sendeanlagen reicht jedoch nicht aus, um eine biologisch wirksame Erwärmung von Lebewesen zu verursachen. Erkennbare Schäden für die Umwelt entstehen dadurch nicht.

5G gefährdet nicht die Gesundheit von Pflanzen

Eine französische Arbeitsgruppe untersuchte die Wirkung von elektromagnetischen Feldern auf Pflanzen. Unter Laborbedingungen reagierten die Pflanzen auf den kurzfristigen Einfluss von elektromagnetischen Feldern mit einem veränderten Stoffwechsel. Dies ähnelte einer leichten Stressreaktion – wie bei einem teilweisen Schädlingsbefall oder beim Abbrechen eines Astes. Diese Reaktion entsteht auch durch andere Umwelteinflüsse wie Hitze oder Trockenheit.

5G-Strahlung verursacht keine Probleme für Vögel und Insekten

Manche Menschen verbinden das Insektensterben mit hochfrequenten elektromagnetischen Feldern. Diese Verbindung ist nicht plausibel: Das Insektensterben ist ein flächendeckendes Phänomen, auch in Gebieten, in denen gar keine elektromagnetischen Felder bestehen. In den 1990er-Jahren, als das Insektensterben begann, steckte der Mobilfunkausbau noch in seinen Kinderschuhen.

Auch der Einfluss von Mobilfunk und speziell 5G auf Vögel ist gelegentlich in der Diskussion. Viele Vogelarten orientieren sich nach dem statischen Erdmagnetfeld. Diese Orientierung wird aber durch Mobilfunk nicht gestört, die Frequenzen des Mobilfunks befinden sich deutlich über denen des Erdmagnetfeldes.

Ressourcen und Umwelt: Durch effiziente Vernetzung läuft 5G schonender

Damit Deutschland vom neuen Mobilfunkstandard 5G profitiert, wird in der Bundesrepublik das 5G-Mobilfunknetz ausgebaut. Diese Sendeanlagen effizient zu betreiben, ist zentral für die Schonung der Umwelt.

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Weniger CO2-Ausstoß durch 5G

Unser digitales Leben verbraucht viel Energie. Zwei Entwicklungen sind hier zu beobachten: Technologie wird immer effizienter – sie verbraucht weniger Strom. Jedoch nutzen wir Technologie immer intensiver – was wiederum sehr viel mehr Strom verbraucht als bisher.

Durch das bessere Zusammenwirken mehrerer Antennen und verbesserte Übertragungen ist das 5G-Mobilfunknetz energie- und ressourceneffizient. Untersuchungen des Umweltbundesamtes zeigen: 5G verbraucht 3-mal weniger Energie als 4G und sogar 20-mal weniger als 3G, um die gleiche Menge an Daten zu übertragen. Wer eine Stunde lang Onlinevideos in HD-Qualität über das 5G-Netz schaut, verursacht Treibhausgase, die 5 Gramm CO2 entsprechen. Über 4G sind es 13 Gramm und über 3G sogar 90 Gramm CO2 pro Stunde. Dies ermittelte das Forschungsprojekt Green-Cloud-Computing. Hinzu kommt: Eine 5G-Funkzelle versorgt deutlich mehr Nutzerinnen und Nutzer als Funkzellen vorheriger Mobilfunkgenerationen, auch das spart Ressourcen.

Wie 5G helfen kann, die Umwelt zu schonen

Die Rechenzentren hingegen benötigen viel Energie, ihr Verbrauch wird steigen. Hier sind für die Zukunft innovative Lösungen gefragt. Die RWTH Aachen stellt fest: Beim Kühlen der Rechenzentren entsteht eine große Menge an Abwärme – bis zu 8 Milliarden Kilowattstunden bis zum Jahr 2025 sind prognostiziert. Die sogenannte Niedertemperaturabwärme sollte als Energiequelle genutzt werden. Mithilfe von Wärmepumpen und Wärmespeichern könnte sie energieeffiziente Wohnsiedlungen versorgen. Abwärme nutzen statt Kohle verbrennen – das wäre ein kluger Beitrag zum Klimaschutz. Dieses Szenario ist jedoch zurzeit eher Zukunftsmusik: Bislang wird Abwärme nur in einem von 100 Rechenzentren erfolgreich genutzt.

In anderen Bereichen wird schon deutlicher, wie 5G helfen kann, Ressourcen zu sparen und die Umwelt zu schonen. Durch präzise Maschinen werden Landwirtinnen und Landwirte in Zukunft Pflanzenschutzmittel und Dünger einsparen. In der Pfalz etwa arbeiten Forschende an 5G-vernetzten Feldrobotern, die im Zusammenspiel mit Drohnen und Künstlicher Intelligenz gezielt Pflanzenschutz auf die Wiese spritzen, statt das Mittel großflächig zu verteilen.

Wie werden unsere Mobiltelefone entsorgt?

Kupfer, Gold und Silber: Handys bestehen aus wertvollen Rohstoffen. Hersteller und Mobilfunknetzbetreiber unterstützen Initiativen, die zu mehr Nachhaltigkeit bei der Nutzung und Verwertung von Geräten beitragen sollen. Verbraucher können mithelfen – indem sie ihre alten Smartphones möglichst lange nutzen, weitergeben oder richtig entsorgen.

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